Pius Parsch, St. Gertrud Altar, Taufbild

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Rückschau auf bisherige Veranstaltungen

Liturgie, Sakramente und menschliche Entwicklung
 

Das Stift Klosterneuburg, das Katholische Bildungswerk der Erzdiözese Wien und die Liturgiewissenschaftliche Gesellschaft Klosterneuburg luden am 24. Jänner 2018 zu einem interessanten Vortrag mit dem Titel „Liturgie, Sakramente und die menschliche Entwicklung“ ein.

Am Anfang der Veranstaltung wurden 5 Mitglieder der Liturgiewissenschaftlichen Gesellschaft Klosterneuburg für ihre 10-jährigen Mitgliedschaften mit dem Leopoldipfennig in Bronze geehrt. Die Gesellschaft bietet seit 2004 spirituelle Orientierung ebenso wie theologisch-liturgiewissenschaftliche Bildung, zeitgemäße kulturelle Angebote und ein Netzwerk für Information für liturgisch Interessierte.

Referent des Abends war der Arzt und Moraltheologe Ao. Univ.-Prof. DDr. Matthias Beck von der Universität Wien. „Die Kirche muss bei den Menschen ansetzen. Gottesdienst und Liturgie bedeutet Menschendienst. Gott will uns dienen“, sagte Prof. Beck in seinem Vortrag.  Genauso hat er die Rolle des Heiligen, des heilenden Geistes in der Liturgie betont und auf die existenzielle und befreiende Dimension der Sakramente, so auch der Eucharistie in der Entwicklung des Menschen hingewiesen: „Es ist die Stunde der Spiritualität. Das Christentum ist eine heilende Religion und die Liturgie und Sakramente sind Heilmittel“.

Die Festveranstaltung im Augustinussaal des Stiftes stand unter der Moderation des Direktors des Pius-Parsch-Instituts Klosterneuburg Univ.-Prof. Dr. Andreas Redtenbacher.

 

Klosterneuburg: Pius-Parsch-Preis 2017 vergeben

Am 3. Dezember 2017 überreichte der Propst des Stiftes Klosterneuburg, Bernhard Backovsky, in der Klosterneuburger Kirche St. Gertrud an zwei junge Nachwuchswissenschaftler den international anerkannten „Pius-Parsch-Preis“ für herausragende liturgiewissenschaftliche Forschungen.

Der Preis, der alle 2 Jahre von einer internationalen Jury ausgelobt wird, ging diesmal an den Univ. Assistenten Christian Stoll von der Universität Wien für seine Dissertation „Die Öffentlichkeit der Christus-Krise bei Erik Peterson“ und an den Pfarrer von Wien - Ober St. Veit Andreas Kaiser für die Dissertation „Das lateinisch-deutsche Altarmessbuch (1965). Der vergessene Schritt zur Umsetzung der Liturgiereform“. Die Feier im Anschluss an die Gedenkmesse zur Verabschiedung der epochemachenden Liturgiekonstitution des II. Vatikanischen Konzils am 4. Dezember 1963 erinnerte an die weltweite Erneuerung des katholischen Gottesdienstes, die wesentlich durch die „Volksliturgische Bewegung“ vom Stift Klosterneuburg mit dem Augustiner-Chorherren Pius Parsch beeinflusst war.

Die Preisverleihung vor einer übervollen Kirche fand in Anwesenheit des Landtagsabgeordneten Christoph Kaufmann in Vertretung der Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und des Klosterneuburger Bürgermeisters Stefan Schmuckenschlager statt, die Laudatio der beiden Preisträger erfolgte durch Univ.-Prof. Dr. Jan-Heiner Tück, von der Theologischen Fakultät der Wiener Universität.

„Dieser Abend ist der Abend der Freude und der Danksagung. Eine Danksagung, weil es immer wieder neue Wissenschaftler gibt, die den Inhalt der Liturgischen Bewegung und der Liturgiekonstitution weiterführen“, sagte Propst Bernhard Backovsky bei der Preisübergabe. Landtagsabgeordneter Christoph Kaufmann hob in seiner Ansprache die Bedeutung des Pius-Parsch-Instituts für den Wissenschafts-Standort Niederösterreich hervor.

Der mit 6.000 Euro dotierte Preis wird durch die „Liturgiewissenschaftliche Gesellschaft Klosterneuburg“ ausgeschrieben und vom Land Niederösterreich gefördert. Er zählt zu den renommiertesten theologischen Forschungspreisen im deutschen Sprachraum mit dem Schwerpunkt Liturgie.

 

Erfolgreiches Benefizkonzert "Abendmusik vor dem Albrechtsaltar"

Am Samstag, den 7.Oktober 2017 fand in der vollen Sebastianikapelle des Stiftes das alljährliche Benefizkonzert "Abendmusik vor dem Albrechtsaltar“ in der Organisation der "Liturgiewissenschaftlichen Gesellschaft Klosterneuburg“ und des Stiftes Klosterneuburg statt.
Die J.G. Albrechtsberger-Musikschule Klosterneuburg gestaltete den Abend mit Werken u.a. von Händel, Bach und Mendelssohn-Bartholdy und lieferte einen beeindruckenden Beweis der Bandbreite und Vielseitigkeit ihrer jungen Talente. Als besonderen Gast durften wir Mag. Michael K. Proházka O.Praem., Abt des Stiftes Geras, begrüßen. - Ein rundum gelungener Abend, der bei Speis und Trank einen geselligen Ausklang fand!

Der Reinerlös des Konzerts wird für die Aufrechterhaltung und den Ausbau der Projekte des Pius-Parsch-Instituts verwendet.

 

Offene Kirchen als Leuchttürme in der Dunkelheit der Welt:

"Lange Nacht der Kirchen" in der Pius-Parsch-Kirche St. Gertrud

Am 9. Juni öffneten in ganz Österreich die Gotteshäuser eine Nacht lang ihre Pforten und boten ein anspruchsvolles und vielseitiges Programm. 
Die Pius-Parsch-Kirche St. Gertrud in Klosterneuburg war mit einem bunten musikalischen, kulturellen und spirituellen Programm wieder mit dabei!

Nach dem feierlichen Eröffnungsgottesdienst boten zunächst die talentierten Nachwuchsmusiker der Musikschule Klosterneuburg ein beeindruckendes Konzert. Univ-Prof. Andreas Redtenbacher lud dann zu einer Kirchenführung ein und erschloss den Besuchern die Geschichte und die liturgische Bedeutung der Pius-Parsch-Kirche. Ein inhaltlicher Schwerpunkt der „Langen Nacht“ lag heuer auf dem Reformationsgedenken. In St. Gertrud berichtete die evangelische Theologin Dr. Dorothea Haspelmath-Finatti von ihrem ökumenischen Forschungsprojekt, das bisher unbekannte Verbindungen Pius Parschs zur protestantischen Theologie untersucht. Der gesellige Teil des Abend begann dann mit einer Turmbesteigung und einem wunderschönen Blick auf das nächtliche Klosterneuburg. Bei Lagerfeuer und warmer Suppe bereitete die Pfadfindergruppe "Klosterneuburg 1" allen Gästen ein gemütliches Beisammsein und die Möglichkeit zum Kennenlernen und Austausch über den reichhaltigen Abend. Mit einem stimmungsvollen Bläserkonzert der Stadtkapelle im Freien und einem Nachtgebet mit Taizé-Liedern endete die „lange Nacht“ in der Pius-Parsch-Kirche St. Gertrud – verbunden mit der Einladung zum Besuch der monatlichen Vorabendmesse in St. Gertrud!

 

Nuntius Zurbriggen empfängt die Mitarbeiter des Pius-Parsch-Instituts

Am 28. April 2017 empfing der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Dr. Peter Stephan Zurbriggen, die Leitung des Pius-Parsch-Instituts und der Liturgiewissenschaftlichen Gesellschaft Klosterneuburg in den Räumen der Wiener Nuntiatur, um sich über die Tätigkeit und den wissenschaftlichen Output des Instituts zu informieren. Erzbischof Zurbriggen führte durch sein Haus und erklärte die Geschichte der Nuntiatur. Liturgisch zeigte er sich ganz auf der Linie von Pius Parsch und der Liturgiereform des Konzils und interessierte sich vor allem für die zahlreichen Publikationen des Instituts. Er erkundigte sich detailliert über viele Aspekte der Arbeit und lobte die engagierte und effektive Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Abschließend ermutigte er die Teilnehmer, mit demselben Elan auf diesem guten Weg weiterzugehen.

Foto: Im Bild die Teilnehmer des Gesprächs, v.li.n.re.: Wiss. Assistentin Edina Kiss; Univ. Prof. Dr. Rudolf Pacik; Institutsleiter Univ.-Prof. Dr. Andreas Redtenbacher CanReg; Nuntius Erzbischof Dr. Stephan Zurbriggen; Wiss. Assistentin Lea Lerch; Bez.-Rat Walter Bergolth (Kuratorium); Vizepräsident Paul Provaznik (Kuratorium).

 

Ökumene der Gaben

Im Stift Klosterneuburg fand anlässlich des 500-jährigen Reformationsgedenkens und der Jahresversammlung der Liturgiewissenschaftlichen Gesellschaft Klosterneuburg eine Festveranstaltung mit dem evangelischen Bischof Dr. Michael Bünker und Weihbischof DDr. Helmut Krätzl statt.

„Wir feiern nicht die Spaltung, da Luther keine eigene Kirche gründen wollte“, betonte der evangelische Bischof Dr. Michael Bünker gleich am Anfang seines Impulsreferates. Er wies in seinem Vortrag darauf hin, dass Ökumene durch die Jahre von einem Gegeneinander zu einem Miteinander gewachsen sei. Dieser Dialog sei „immer mit einem Austausch von Gaben und Geschenken verbunden“.

Weihbischof DDr. Helmut Krätzl möchte – wie er in seiner Rede betonte – dass das Reformationsjahr auch einen ökumenischen Fokus bekommt. Einerseits sollten die Kirchen darüber reflektieren was sie voneinander lernen können, anderseits sollten sie ihre politische und karitative Verantwortung noch stärker wahrnehmen. „Christsein ist immer politisch“, sagte der Weihbischof.

Beide Bischöfe haben als Herausforderung für die Zukunft u.a. die gemeinsame Verantwortung der Weltreligionen für die Gesellschaft genannt. Das Gefühl „der Angst vor den Fremden“ kann durch „versöhnte Verschiedenheit“ und respektvollen Umgang miteinander bekämpft werden. „Nur so kann in einer zerrissenen Gesellschaft Friede einkehren, nur so können die Kirchen Christus glaubwürdig bezeugen“, schloss der Aufruf der beiden Bischöfe den Abend. Die Festveranstaltung im vollen Augustinussaal des Stiftes mit mehr als 200 Gästen stand unter der Moderation des Direktors des Pius-Parsch-Instituts Klosterneuburg Univ.-Prof. Dr. Andreas Redtenbacher.